Können Patente und Marken künftig eine größere Rolle bei der Unternehmensfinanzierung spielen?
Geistiges Eigentum ist für viele innovative Unternehmen ein wesentlicher Vermögenswert. Bei klassischen Finanzierungsentscheidungen wird sein wirtschaftliches Potenzial jedoch häufig nur eingeschränkt berücksichtigt. Das könnte sich langfristig ändern.
Am 8. Oktober 2026 haben das Amt der Europäischen Union für geistiges Eigentum (EUIPO) und der Europäische Bankenverband (EBF) eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen dem Finanzsektor und dem Bereich des geistigen Eigentums zu stärken.
Im Mittelpunkt stehen insbesondere die Bewertung immaterieller Vermögenswerte, die bessere Berücksichtigung von Schutzrechten bei Finanzierungsentscheidungen sowie der Austausch zwischen Banken und IP-Experten.
Auch das Europäische Patentamt betonte in einer Veröffentlichung vom 9. Oktober 2026 die Bedeutung von Patenten für die Innovationsfinanzierung.
Was bedeutet das für Unternehmen?
Patente, Marken und Designs sind nicht nur Instrumente zur Absicherung von Innovationen und Marktpositionen. Sie können auch wirtschaftlich relevante Vermögenswerte darstellen. Eine systematische Schutzrechtsstrategie und eine nachvollziehbare Bewertung des IP-Portfolios könnten daher künftig noch stärker an Bedeutung gewinnen.
Die neue Kooperation schafft allerdings noch keinen unmittelbaren Anspruch auf eine schutzrechtsbasierte Finanzierung.
Die Beiträge dazu finden Sie unter den folgenden Links:
https://www.epo.org/en/news-events/news/epo-highlights-role-patents-financing-innovation
